Diese Kreditkartenfalle hat mich 4.800 Euro gekostet
Warum die Mindestrate bei Kreditkarten dein Budget zerstört
Werner wirkt müde, als er mir die Geschichte erzählt. Es fing harmlos an, sagt er. Eine Kreditkarte für die Urlaubsbuchung. Limit 5.000 Euro.
Wo lag das Problem?
Er hat gedacht, die Mindestrate von 50 Euro pro Monat wäre in Ordnung. Die Bank hat das ja so vorgeschlagen. Was er nicht verstanden hat: Bei 14,9 Prozent Zinsen zahlst du hauptsächlich Zinsen ab, nicht die Schulden selbst.
Nach drei Jahren hatte er 1.800 Euro eingezahlt. Seine Schulden? Waren nur um 600 Euro gesunken. Der Rest ging komplett in Zinsen. Insgesamt hat ihn diese Entscheidung 4.800 Euro an Zinsen gekostet, bevor seine Tochter eingeschritten ist.
Werner sagt heute, er hätte nie eine Kreditkarte anfassen sollen, ohne zu verstehen, wie die Verzinsung funktioniert. Niemand hat ihm erklärt, dass man den vollen Betrag jeden Monat bezahlen muss. Oder zumindest deutlich mehr als das Minimum.
Was macht er jetzt anders?
Die Karte ist weg. Er nutzt nur noch seine Girokarte. Wenn das Geld nicht da ist, kauft er es nicht. Klingt altmodisch, sagt er, aber er schläft besser.
Sein Rat an andere? Finger weg von Teilzahlungen. Entweder du zahlst alles sofort, oder du lässt es bleiben. Die Banken verdienen ihr Geld nicht ohne Grund mit diesen Mindestraten.