Warum ich meine Rente fast ruiniert hätte
Ein Gespräch über die teuersten Budgetfehler im Ruhestand
Ich sitze hier mit Renate, 67, die mir gerade ihre Kontoauszüge zeigt. Ehrlich gesagt wird mir dabei etwas mulmig.
Was ist passiert?
Renate hat 15 Jahre lang jeden Monat ihre kompletten Rücklagen aufgebraucht. Nicht für Notfälle. Einfach so. Sie dachte, das Geld auf dem Sparkonto würde reichen. Hat es nicht.
Das Schlimmste daran? Sie hat nie aufgeschrieben, wofür das Geld eigentlich weggeht. Keine Liste, kein Plan, nichts. Nur dieses vage Gefühl, dass am Monatsende immer weniger übrig blieb.
Jetzt sagt sie mir: Die drei großen Fehler waren klar erkennbar. Erstens, sie hat nie zwischen festen und flexiblen Ausgaben unterschieden. Alles landete in einem Topf. Zweitens, sie hat ihre Versicherungen seit 1998 nicht mehr überprüft. Zahlt immer noch für Sachen, die längst überflüssig sind. Und drittens, sie hat gedacht, sparen bedeutet einfach weniger ausgeben.
Was hätte anders laufen müssen?
Ich frage sie direkt: Wenn du heute nochmal anfangen könntest? Sie antwortet ohne zu zögern: Ich hätte mir drei Monate lang jeden Cent notieren müssen. Alles. Auch den Kaffee beim Bäcker. Erst dann hätte ich gesehen, wo die 400 Euro pro Monat verschwinden, die ich nicht erklären konnte.
Sie zeigt mir ihre neuen Unterlagen. Seit einem Jahr führt sie Buch. Plötzlich bleiben 280 Euro übrig. Jeden Monat.